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TEST Inwerk MasterPod 2-3/2020

Kategorie: Aktuelle Ausgabe

Darf ich um Ruhe bitten?

Von „Work“ zu „Talk“, vom ruhigen Arbeiten zur geselligen 
Kommunikation: Mit MasterPod, 
einem Raumsystem des Herstellers Inwerk, lassen sich durch die 
modulare Bauweise flexible Räume 
in Räumen realisieren – und jederzeit werkzeuglos umbauen. FACTS hat 
sie besonders im Hinblick auf 
Modularität und die akustischen 
Eigenschaften genauer angeschaut.

Privatsphäre empfinden Mitarbeiter in Unternehmen wichtiger als jemals zuvor. Kein Wunder: So sitzen sie oft in Open-Space-Bereichen teils mit einer großen Anzahl an Kollegen zusammen und haben kaum noch eine Minute für sich – um konzentriert zu arbeiten oder einfach mal eine kleine Pause einzulegen, ganz in Ruhe, ganz für sich. Doch wohin, wenn die große Fläche im Büro keine abgeschlossenen Räume bietet, die einem genau das ermöglichen würden?

Einzelbüros scheinen keine Option mehr zu sein. Das Unternehmen Inwerk hat sich deshalb schon seit längerem mit alternativen Möglichkeiten auseinandergesetzt. Aus dem bereits bestehenden magnetischen Baukastensystem Masterbox ist das Raumsystem MasterPod entstanden, das praktisch unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. FACTS hat es sich genauer angeschaut.
Von zwei bis 50 Quadratmeter ist mit dem MasterPod jede Raumgröße realisierbar – die unterschiedlichen Möglichkeiten haben sich zwei FACTS-Redakteure bei Inwerk vor Ort angesehen.

MasterPod tdifferent

Erstaunlich, wie effizient der Raum auch schon in den kleineren Versionen ausgestattet werden kann. So lassen sich innen oder außen genügend Stauräume für Arbeitsunterlagen oder persönliche Dinge schaffen. Das Arbeiten im Stehen und Sitzen ist ebenso bequem möglich – mit Schreibtisch und Bürodrehstuhl fühlt man sich (bei entsprechend großem 
MasterPod) wie in einem eigenen Büro.

SCHIEBETÜREN AUS GLAS

Wie viel Privatsphäre gegeben ist, lässt sich unter anderem durch die Bauweise bestimmen: Ein MasterPod kann sowohl mit Glas geschlossen als auch zweiseitig offen gewählt werden. Besonders gut gefallen haben den Testredakteuren die Glasschiebetüren: Sind sie geöffnet, stehen sie niemandem im Weg. Je nachdem, wie weit der Nutzer sie zuschiebt oder öffnet, bestimmt er, wie viel er akustisch von der Umgebung mitbekommen möchte. In einigen Beispielen vor Ort waren sogar Vorhänge für einen zusätzlichen Sichtschutz zu finden – eine einfache, aber effektive Lösung. Die Tester fühlten sich alleine durch das Glas „geschützt“, das Gefühl von Privatsphäre war definitiv da, jedoch ohne sich komplett abzuschotten. Auch aus akustischer Sicht ist kein schalltoter Raum entstanden: Wird außen direkt an der Scheibe gesprochen, klingt es recht dumpf und leise. Man muss sich auf das gesprochene Wort deutlich konzentrieren. Der Zweck der Lärmreduzierung ist damit erfüllt.

GUT BELÜFTET

Schließbare Räume kommen jedoch nicht um eine gute Belüftung herum. So reichen die von Inwerk hergestellten Belüftungsboxen für zwei Personen in einem MasterPod aus. Durch die Modularität des Systems lassen sich problemlos aber mehrere Boxen einbauen, auch nachträglich. FACTS hat in diesem Zusammenhang besonders die Geräuschbildung interessiert: Stören die Belüftungsboxen beim Arbeiten? Mit Werten zwischen 45,3 und 47,3 Dezibel direkt am Lüfter gemessen waren die Geräusche in einem MasterPod mit sogar vier Belüftungsboxen, in dem zwei Mitarbeiter arbeiteten, kaum wahrnehmbar. Das bestätigten auch die beiden Nutzer, die seit mehreren Wochen täglich in ihrem neuen Büro arbeiten.

Damit ist auch die Frage geklärt, ob ein MasterPod sich als permanente Lösung eignet. Das tut er aus FACTS-Sicht absolut, wofür gleich mehrere Faktoren sprechen: Die Belüftung des Raums ist gegeben und kann je nach Bedarf beliebig – und werkzeuglos – erweitert werden. Es ist genügend Stauraum vorhanden, sodass sich Mitarbeiter problemlos „niederlassen“ können. Auch der Kostenfaktor ist nicht unerheblich. Zwar ist die kleinste Version „S“ ohne Einrichtung und ohne Glastüren mit 1.750 Euro nicht gerade als Schnäppchen zu bezeichnen. Aber im Vergleich zu einem Einzelbüro, dessen Wände für deutlich mehr Geld hochgezogen werden müssen, die eindeutig kostengünstigere Alternative. Die mittelgroße Version „M“ mit zwei Glasschiebetüren, teillackiert und inklusive Belüftungssystem ist für rund 9.400 Euro zu haben. Für Schließfächer und Schubladen beziehungsweise Stauraum gibt es einen geringen Aufschlag von wenigen hundert Euro.

Und man darf nicht vergessen: Wird der Raum nicht mehr zum Arbeiten benötigt, sondern ist ein gesonderter Bereich für ungestörte Kommunikation gewünscht, lässt sich MasterPod schnell umbauen. FACTS hat gestoppt, wie lange zwei Mitarbeiter (keine Fachleute) benötigen, um eine Arbeitssituation in eine Kommunikationssituation zu wandeln: Zwei Minuten hat der Umbau dank der magnetischen und modularen Bauweise gedauert.

Anna Köster/Anja Knies

 

AlleLaden
VIEL STAURAUM: Ob Schubladen, abschließbare Schränke oder Regale – mit den einzelnen Elementen lässt sich notwendiger Stauraum schnell realisieren.


FAZIT

Wer auf Open-Space-Flächen setzt, aber dennoch einzelne Räume für ungestörte Arbeit schaffen möchte, ist mit den Raumsystemen MasterPod von Inwerk gut bedient. In Sachen Lärmreduzierung punkten sie genauso wie in Bezug auf ihre Flexibilität. Der auf den ersten Blick hohe Preis ist spätestens beim Auseinandersetzen mit vergleichbaren Alternativen absolut gerechtfertigt. Aus FACTS-Sicht eignen sich die Raumsysteme – aus Cubes mit unterschiedlichen Größen – als variantenreiches Gestaltungsmittel für Büros.

 

Produkt: MasterPod
Beschreibung: Raum-in-Raum-Lösung
Anbieter: Inwerk
Preis: ab. 1.750 Eur exkl. MwSt. für einen MasterPod S ohne Glastüren
Kontakt: www.inwerk-bueromoebel.de

 

Beurteilung

FACTS SehrGut0220

Modularität: 6/6
Geräuschdämmung: 5,5/6
Belüftung: 6/6
Design: 6/6
Einrichtungsmöglichkeiten: 6/6

Gesamtergebnis: sehr gut

 

 

 

 
 

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