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Smartphone sicher machen

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Smartphone sicher machen

Zwar sind sich rund 94 Prozent der Befragten einer aktuellen Bitkom-Studie einig, dass Bedrohungen durch Cyberkriminelle zunimmt – doch viele müssen sich geringes Wissen eingestehen, wenn es um die eigene IT-Sicherheit geht.

„Grundlegende Digitalkompetenzen sind auch für die eigene Sicherheit im Internet entscheidend“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Gegen die meisten Bedrohungen im Internet helfen schon einfache Maßnahmen.“ Dazu zählen etwa regelmäßige Softwareupdates, Zwei-Wege-Authentifizierungen und komplexe Passwörter. Was vor allem zu beachten ist, um das Smartphone sicherer zu machen, hat Bitkom in zehn Tipps zusammengestellt:

  1. Finger weg von alten Smartphones: Die regelmäßige Aktualisierung von Smartphone-Betriebssystemen wie Android oder iOS dient dazu, neue Funktionen der Software einzuführen und mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Viele ältere Geräte werden jedoch wegen technischer Einschränkungen nicht mehr mit neuen Updates versorgt. Sicherheitslücken der Vorgängerversionen bleiben somit bestehen.
  2. Updates nicht vergessen: Was für das Betriebssystem gilt, gilt auch für die installierten Apps. Softwareentwickler arbeiten permanent daran, Fehler in den Anwendungen aufzuspüren und Schwachstellen zu beheben. Hierfür werden regelmäßig neue Softwareversionen veröffentlicht.
  3. Bildschirmsperre einrichten: Eine Bildschirmsperre schützt das eigene Smartphone vor einem ungewollten Zugriff durch Dritte. Sperrmuster gelten dabei nicht als sicher, da die Wischbewegungen auf dem Display erkennbar sein können. Ein möglichst sechsstelliger Zahlen-PIN hingegen ist schwerer nachzuvollziehen.
  4. Vorsicht beim Verbinden mit fremden Geräten: Möchte man sein Smartphone mit einem fremden Gerät verbinden, sei es für den Austausch von Daten oder nur zum Laden, sollte man beachten, dass das fremde Gerät auch zum Angreifer werden kann. Insbesondere bei Funkverbindungen ist Vorsicht geboten.
  5. Verschlüsselungsfunktionen nutzen: Die Verschlüsselung des Dateisystems eines Smartphones sichert darauf gespeicherte Daten wie Fotos, Passwörter, Kurznachrichten, Kontakte, Anruflisten oder auch den Browserverlauf.
  6. Virenscanner und Firewall aktivieren: Virenscanner-Apps können Bedrohungen durch Malware frühzeitig erkennen und blockieren. Eine Firewall-App überwacht die Netzwerkaktivitäten aller aktiven Apps und sorgt dafür, dass nur vertrauenswürdige Apps auf das Internet zugreifen können. Auf diese Weise werden persönliche Daten vor dem Ausspähen geschützt. Virenscanner sind derzeit überwiegend für Android-Geräte verfügbar.
  7. Zugriff aus der Ferne ermöglichen: Smartphone-Besitzer können ihr Gerät im Fall eines Verlusts aus der Ferne orten, sperren und sogar bestimmte Daten löschen.
  8. Vorsicht vor USB-Ladegeräten: Vor allem öffentliche USB-Ladestationen sind oftmals nicht vertrauenswürdig. Hackern ist es bereits gelungen, über manipulierte USB-Stecker und -Netzteile Daten aus Mobilgeräten zu ziehen. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet ein sogenanntes USB-Kondom, eine Platine, die zwar Ladestrom, aber keine Daten passieren lässt.
  9. Backups durchführen: Durch regelmäßige Sicherungskopien bleiben persönliche Daten auch dann erhalten, wenn das Gerät defekt ist oder verloren geht. Die gesicherten Daten lassen sich anschließend auf einem neuen Gerät problemlos wiederherstellen.
  10. Sicheres Passwort wählen: Wer unberechtigt ein Google- oder Apple-Konto entert, hat Zugriff auf sämtliche Dienste und die dort hinterlegten Nutzerdaten. Ein sicheres Passwort schützt vor ungewollten Zugriffen durch Fremde. Optional können auch weitere Sicherheitsmerkmale wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden, um die Sicherheit vor Hackern zusätzlich zu erhöhen.

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