Aktuelles

News

Umgang mit Datenklau

Kategorie: News
Umgang mit Datenklau

Ob beim Banking und Shopping oder bei der Speicherung von Kundendaten im Unternehmen: Heute läuft vieles digital. Wer fahrlässig beim Sichern von Daten ist, macht es Cyberkriminellen sehr einfach, diese zu klauen.

Haye Hösel (Bild) kennt die wichtigsten Fakten zum Thema Datendiebstahl. So ist laut dem zertifizierten Datenschutzbeauftragten bei der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG dem aktuellen BKA-Cybercrime-Bericht zu entnehmen, dass die Tendenz zu Datenklau insgesamt steigt. Zwischen 2014 und 2017 haben sich die Varianten von Schadprogrammen beispielsweise mehr als verdoppelt. Digitale Anwendungen wie Internet of Things (IoT), Cloud-Computing, Industrie 4.0, Automotive IT (AIT) oder E-Commerce bieten Hackern immer weitere, neue Angriffsflächen und die Entwicklung immer neuer Codes und Programme verläuft extrem schnell.

Vom Installieren bösartiger Codes auf Websites (Formjacking) bis hin zur Attacke auf Cloud-Umgebungen: Hacker finden immer wieder neue Wege, an die Daten der Nutzer zu kommen. Wer plötzlich gehäuft suspekte Spam-E-Mails bekommt, sollte aufmerksam werden. Dies gilt sogar für Briefpost, die Zahlungsaufforderungen oder Mahngebühren von Geschäften enthält, die nicht getätigt wurden, und auffällige Aktivitäten auf Bankkonten. Personendaten können außerdem genutzt werden, um im Namen der betroffenen Personen in sozialen Netzwerken hetzerische Posts zu erstellen und Nachrichten zu schreiben. Im Falle eines Datenklaus sollten direkt alle Passwörter und E-Mail-Adressen geändert werden. Zudem gilt es, Banken und Versicherungen sowie Freunde und andere Kontakte zu informieren und auf jeden Fall bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Zusätzlich sollte über eine Antivirus-Software nach Trojanern und Viren gesucht werden.

Haye Hösel gibt Tipps, wie man sich am besten vor Datenraub schützen kann: „Eine Kombination aus technischer Hilfe und persönlicher Achtsamkeit ist ein guter Schutz, um Datenklau vorzubeugen. So sollten Passwörter alle Vierteljahre geändert werden, aus mindestens acht Zeichen bestehen und sowohl Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung als auch Zahlen sowie Sonderzeichen enthalten. E-Mails von unbekannten Absendern mit unpersönlichem Anschreiben und Rechtschreibfehlern gilt es kritisch zu beurteilen und Links oder Anhänge sollten in keinem Fall geöffnet werden. Jedoch ist selbst bei bekannten Absendern Vorsicht geboten, da eventuell ein kompromittierter E-Mail-Account genutzt wurde. Virenschutzprogramme, Software-Patches oder Firewall helfen dabei, zu verhindern, dass gefährliche Webseiten beim Öffnen Viren auf PC oder Smartphone installieren. Allerdings sollten Nutzer auch ihnen nicht blind vertrauen. Obwohl es Zeit in Anspruch nimmt, rate ich dazu, Updates von Betriebssystemen immer durchzuführen, denn auch Hersteller haben den Anspruch, ihre Kunden mit aktueller Software vor Cyberkriminalität zu schützen. Außerdem: Keine öffentlichen WLAN-Hotspots nutzen, sofern es nicht dringend nötig ist – hier lauern Gefahren, dass Hacker Daten abgreifen.“

Merken

Aktuelles/Dialog

Ältere Meldungen

IN KONTAKT TRETEN

FACTS Verlag GmbH

Theodor-Althoff-Straße 45 • 45133 Essen

(+49) (0) 201 87 126 800

(+49) (0) 201 87 126 811